Knochenaufbau

Fester Kieferknochen und feste Implantate bei Knochenschwund

Feste Zähne durch Knochenaufbau

Die Regeneration verloren gegangenen Kieferknochens ist die anspruchsvollste Disziplin auf dem Fachgebiet der Implantologie und Parodontologie. Der Wahl des geeigneten Behandlungskonzeptes und des Materials kommt beim Knochenaufbau genau so große Bedeutung zu, wie der Erfahrung des Operateurs.

Das größte Hindernis auf dem Weg zu einem Implantat ist ein fortgeschrittener Knochenabbau. Nach dem Verlust der natürlichen Zähne kommt es in den meisten Fällen innerhalb weniger Monate zu einem deutlichen Schwund des Kieferknochens. Nach einigen Jahren ist oft weniger als die Hälfte der ursprünglichen Knochenhöhe und Knochenbreite vorhanden.

Auch unbehandelte Knocheninfektionen als Folge einer Parodontitis (Zahnbettentzündung) oder erkrankter Zähne führen häufig zu einem Verlust an Knochengewebe. Leider regeneriert sich der einmal verloren gegangene Kieferknochen auch nach dem Entfernen der Entzündungsursache nicht vollständig. In der Regel verbleibt ein mehr oder weniger deutlicher Knochendefekt. Dieser muss durch Knochenaufbau korrigiert werden, um dem Implantat einen langfristigen Halt zu geben. Ist der Knochenschwund eher gering, kann der Knochenaufbau gleichzeitig mit einer Implantation erfolgen. Bei fortgeschrittenem Knochenschwund ist zunächst ein separater Knochenaufbau erforderlich. Die Zahnimplantation findet dann etwa vier bis sechs Monate später statt. Trotz einer hohen Erfolgsrate handelt es sich beim Aufbau des Kieferknochens um eine zusätzliche Behandlung, die auch zusätzliche Komplikationen mit sich bringen kann.

Deshalb gilt: Entscheiden Sie sich rechtzeitig für eine Beratung, dann können Sie einen umfangreichen Knochenaufbau vermeiden.


Knochenregeneration

Wir wissen, was hilft!

Knochengewebe aufbauen

Seit Jahren wird an der Herstellung pharmazeutischer Präparate zur sicheren und schnelleren Knochenregeneration geforscht. Eine wissenschaftlich belegte Methode zur Unterstützung der Knochenheilung ist die Isolation von Wachstumsfaktoren aus dem Blut des Patienten. Dazu entnehmen wir vor dem Eingriff eine geringe Menge Blut aus der Vene und bereiten es unter sterilen Bedingungen auf. Als Produkt verbleibt PRGF, eine hoch konzentrierte Fraktion körpereigener Wachstumsfaktoren aus den Thrombozyten (Teil der Blutplättchen). Dieses körpereigene, biologisch aktive Präparat wird den Knochenzellen zugeführt. Die Folgen sind weniger Entzündungen und mehr Sicherheit in der Knochenregeneration. Da es sich speziell bei diesen Wachstumsfaktoren ausschließlich um körpereigenes Material unserer Patienten handelt, sind Allergien oder Entzündungsreaktionen weitgehend ausgeschlossen.

 

Alternativer Knochenaufbau mit Proteinen

Eine noch wirkungsvollere Alternative stellen knochenbildende Proteine (Eiweiße) dar. Als eine der wenigen Kliniken in Europa haben wir eine mehrjährige Erfahrung in der Anwendung derartiger Präparate und erzielen überzeugende Ergebnisse. Die umfangreiche Entnahme von eigenen Knochenzellen kann damit reduziert oder gar vollständig vermieden werden.


Knochenaufbau zusammen mit Implantation

Wann immer es geht ...

Im Idealfall ist zum Zeitpunkt des Knochenaufbaus noch so viel Kieferknochen vorhanden, dass eine Implantation zeitgleich erfolgen kann. Das ist meistens der Fall, wenn zwischen dem Zahnverlust und der nachfolgenden Implantation ein überschaubarer Zeitraum gelegen hat. Auch erweist es sich als vorteilhaft, wenn vorherige Entzündungen im Kieferknochen nur eine geringe Ausdehnung hatten.

Wann immer es als medizinisch sinnvoll erscheint, streben wir einen Knochenaufbau mit zeitgleicher Implantation an, um zusätzliche Eingriffe zu vermeiden und um die Behandlungszeit zu verkürzen. Eine präzise Röntgendiagnostik unter Anwendung der 3D-Technik gibt uns bereits vor dem Eingriff Aufschluss darüber, wie die Erfolgsaussichten eines kombinierten Vorgehens sein werden.


Sinuslift

Implantate auch im Oberkiefer

Die Implantation im Seitenzahnbereich des Oberkiefers stellt eine komplexe Herausforderung für den Zahnarzt dar. Besonders nach langer Zahnlosigkeit oder starken Entzündungen (Parodontitis) an den ehemaligen Zähnen sind häufig nur noch wenige Millimeter Knochenhöhe unterhalb der Kieferhöhle vorhanden. Wenn in diesem Bereich eine Implantation geplant ist, bedienen wir uns einer speziellen Operationsmethode. Diese nennt sich Sinuslift. „Geliftet“ wird in diesem Fall der Boden der Kieferhöhle, sodass nach der Heilungsphase die für eine Implantation erforderliche Knochenhöhe zur Verfügung steht. Dabei können unterschiedliche Materialien zum Knochenaufbau eingesetzt werden.

Eine beschleunigte Form der Knochenregeneration bzw. des Knochenaufbaus gelingt – bei guter Prognose – unter Zuhilfenahme körpereigener Knochenzellen und Wachstumsfaktoren.


Alternativen zum Knochenaufbau

Zum Erfolg mit neuen Behandlungskonzepten

All-on-4® oder Zygoma-Implantate als Alternative zum Knochenaufbau

Die Entscheidung über einen notwendigen Knochenaufbau treffen wir nur nach einer speziellen Röntgenuntersuchung. Da mit einem Knochenaufbau unter Umständen zusätzliche operative Risiken und in jedem Fall Kosten verbunden sind, sollten vorher die Alternativen geprüft werden. Davon profitieren insbesondere Patienten mit einer gesundheitlichen Vorbelastung.

In den vergangenen Jahren wurden deshalb Behandlungsverfahren entwickelt, die bewusst auf einen zusätzlichen Knochenaufbau verzichten. Zu nennen sind is zum Beispiel die All-on-4® Methode und die Anwendung von Zygoma-Implantaten. Beides sind technisch anspruchsvolle Behandlungsvarianten, die in der Hand des erfahrenen Operateurs ansprechende Ergebnisse erzielen können.

Die All-on-4® Technik ist seit mehr als fünf Jahren fester Bestandteil unseres OP-Kataloges. Selbst schwierigste Ausgangssituationen mit einem fortgeschrittenen Knochenverlust lassen sich damit erfolgreich operieren.

Erfahren Sie mehr zum Thema feste Zähne ohne Knochenaufbau auf unserer Themenseite! Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne auch kostenfrei unser Informationsmaterial zu!

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